Ortsplanung / Ortsgestaltung / Bezahlbarer Wohnraum

Der Forderung anderer politischer Kräfte, im Ortsinneren stärker zu verdichten, steht die CSU kritisch gegenüber. Eine sogenannte „Nachverdichtung“ (z.B. Abriss eines Einfamilienhauses und Bau mehrerer Reihenhäuser an gleicher Stelle) beeinträchtigt den Gartenstadtcharakter und verschärft die Verkehrsprobleme in den zumeist engen Anliegerstraßen. Die Gemeinde kann Nachverdichtung aber oft nicht verhindern, weil das Baugesetzbuch - ein Bundesgesetz - sie ermöglicht (nach § 34 BauGB ist das Maß der in der näheren Umgebung tatsächlich vorhandenen Bebauung maßgeblich). Würde die Gemeinde hier bestehendes Baurecht reduzieren, müsste sie zum Marktwert entschädigen. In kritischen Fällen hat die Gemeinde schon mehrfach versucht, den Zuwachs zu reduzieren, wurde aber durch Gerichtsurteile zur Zustimmung verpflichtet. Dort, wo die Gemeinde steuern kann, soll sie zurückhaltend sein. Das hat sie in der Vergangenheit auch getan, in einer Vielzahl von Fällen konnte das gewünschte Baurecht spürbar reduziert werden.

Klares Ziel der CSU bleibt es, den gartenstadtähnlichen Charakter unserer Gemeinde zu bewahren.

Vor allem jüngere Familien wünschen sich, dass die Gemeinde ihnen bebaubaren Grund bzw. Wohnraum zu günstigeren Konditionen zur Verfügung stellt. Ältere Menschen denken darüber nach, ihr Haus zu verkaufen oder es ihren Kindern zu überlassen und selbst in eine seniorengerechte Wohnung am Ort zu ziehen. Verschärft wird der Mangel an bezahlbarem Wohnraum durch ständig steigende Grundstücks-, Bau- und Mietpreise. Die machen es vor allem Bürgern mit geringerem Einkommen immer schwerer, am Ort eine bezahlbare Immobilie zu finden. Um die Abwanderung Ortsansässiger zu vermeiden, wird sich die CSU für vergünstigte Grundstücke („Bauland für Einheimische“) und Wohnungen (z. B. im Genossenschaftsmodell) einsetzen. Diese sollen auf den vorgesehenen Bauflächen des vom Gemeinderat bereits mit breiter Mehrheit beschlossenen Gemeindeentwicklungsprogramms (GEP) sowie im Bereich der Gluckstraße bereitgestellt werden.

Eine über die Flächen des GEP hinausgehende Entwicklung von Bauland wird die CSU nicht forcieren. Ausnahmen: Überplanung des bisherigen Schulstandortes Gluckstraße/Johann-Strauß-Straße zur Refinanzierung des Schulneubaus sowie mittel- bis langfristig die maßvolle Schaffung geeigneter Gewerbeflächen, um dadurch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde zu gewinnen. Bei Bedarf werden Bebauungspläne in den Ortschaften im Dialog mit den Anwohnern angepasst.

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