Seniorenpolitik

Familienpolitik versteht die CSU in Vaterstetten als verantwortliches Handeln für alle Generationen. In einer Partnerschaft zwischen diesen soll die Lebensqualität von Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren gleichberechtigt gefördert werden. Es geht darum, einen vernünftigen Interessenausgleich zwischen Jung und Alt zu finden.

Eine wesentliche Rolle kommt dabei dem demografischen Wandel zu. Er ist maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt: dem Rückgang der Geburtenzahlen und der gleichzeitigen erfreulichen Zunahme der Lebenserwartung. Daraus ergeben sich Herausforderungen, aber auch Chancen - insbesondere auf kommunaler Ebene.

Die CSU will den Senioren Perspektiven bieten. Sie sollen sich in unserer Gemeinde wohl fühlen - hier sind sie zu Hause, hier nehmen sie aktiv am Leben teil, hier erfahren sie im Bedarfsfall umfassende Hilfe und Betreuung.

Eine so verstandene neue Kultur des Alters beruht nach unserem Verständnis auf mehreren Grundbedürfnissen: Individualität, Eigenständigkeit, Geborgenheit und Sicherheit.

Die Seniorengeneration wird bei der Arbeit der CSU-Gemeinderatsfraktion großen Raum einnehmen. Wir werden mit dem vom Gemeinderat neu eingerichteten Beirat für ältere Bürger und mit der Senioren-Union (SEN), einer sehr aktiven Arbeitsgemeinschaft der CSU, eng zusammenarbeiten.

Wir wollen das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Ebersberg passgenau auf unsere Gemeinde umsetzen. Aus diesem Grund hatte bereits Bürgermeister Robert Niedergesäß zu einem Wochenend-Workshop alle Beteiligten ins Rathaus eingeladen. Eine der vielen Ideen war die Einrichtung eines Seniorenbeirates, den der Gemeinderat mittlerweile beschlossen hat.

Unsere konkreten Anliegen sind:

  • Wohnen

    Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben, ein Umzug ins Alten- oder Pflegeheim soll nach Wunsch vieler Mitbürger möglichst lange vermieden oder hinausgeschoben werden. Erforderlich sind daher verstärkt praktikable und bezahlbare Wohn- und Serviceangebote, die es älteren Menschen erlauben, ihre Unabhängigkeit zu bewahren sowie selbstbestimmend und qualitätsvoll zu wohnen.

    Die Gemeinde muss künftig bei den zu genehmigenden Neu- und Umbauplanungen und Bebauungsplänen mehr denn je berücksichtigen, dass Wohnungen barrierefrei gestaltet werden.

    Im Zusammenwirken mit aufgeschlossenen Grundstückseigentümern, Bauträgern und ambulanten Sozialdienstleistern sollen in der Gemeinde unterschiedliche Wohnformen verwirklicht werden. Beispielhaft zu nennen ist insbesondere das Wohnen in speziell betreuten Wohngebieten (nicht zu verwechseln mit dem „Betreuten Wohnen“): Die älteren Bürger können in ihrem angestammten Wohnsitz verbleiben. Bei Bedarf ist schnell und unkompliziert Hilfestellung durch einen bewährten Sozialdienstleister möglich.

  • Kultur

    Die Nachfrage nach kulturellen Angeboten ist gerade auch bei älteren Mitbürgern groß; für zusätzliche Angebote fehlen in der Gemeinde aber geeignete Räumlichkeiten. Daher setzt die CSU weiterhin auf die Realisierung des Bürgersaals.

  • Wohnortnahe Versorgung

    Jeder, gerade auch die ältere Generation, möchte seine Einkäufe möglichst zu Fuß und zentral erledigen können.

  • Öffentliche Verkehrsmittel

    Nicht alles kann in unserer Flächengemeinde fußläufig erreicht werden. Oft fällt es aber älteren Menschen schwer, sich mit dem Auto oder Fahrrad fortzubewegen. Darum müssen wir weiter an der Optimierung unseres innerörtlichen Bussystems arbeiten.

  • Sportliche Aktivitäten

    Wir wollen das altersgerechte Sport- und Freizeitprogramm weiterentwickeln. Auch der geplante Bau eines Schwimmbades im neuen Schulgelände an der Johann-Sebastian-Bach-Straße ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

  • Gesundheitsfürsorge

    Für alle, aber im Besonderen für ältere Mitbürger der Gemeinde Vaterstetten, ist eine professionelle und umfassende Gesundheitsfürsorge unabdingbar. Es wäre wünschenswert, dass eine Apotheke am Ort immer dienstbereit und erreichbar ist.

  • „Den Jahren Leben geben“

    Die CSU wird sich dafür einsetzen, dass auf Initiative der Gemeinde als beratendes Gremium ein „runder Tisch“ gebildet wird (Motto: „Den Jahren Leben geben“). Vertreter der niedergelassenen Ärzte, der ambulanten Pflege- und Sozialdienste, der Seniorengruppierungen sowie die Sozialarbeiterin der Gemeinde sollen es als ihre Aufgabe sehen, die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen zu analysieren und zu optimieren.

  • Tagespflege

    Wir werden uns dafür einsetzen, die ambulante tageweise Pflege zu stärken. Tagespflege bedeutet: Insbesondere Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz verbringen ein oder mehrere Tage pro Woche in einer Pflegeeinrichtung; abends kehren sie in ihre Familie zurück. Die Tagespflege würde es pflegenden Familienangehörigen ermöglichen, einmal „Pause“ zu machen, und wäre eine gute Alternative zur dauerhaften stationären Unterbringung.

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